1. Wer hat getestet?
Oben auf dem Bericht steht das Labor. Ist es ein unabhängiges Labor, das du im Netz findest, mit eigener Website und Anschrift? Oder ein Bericht vom Hersteller selbst? Ein Herstellerbericht ist besser als nichts. Unabhängig ist er nicht.
2. Passt der Bericht zu deinem Vial?
Vergleiche Wirkstoff, angegebene Menge und Chargennummer auf dem Vial mit dem Bericht. Schau auch aufs Datum. Ein Bericht von vor zwei Jahren sagt wenig über eine Charge, die letzten Monat abgefüllt wurde.
3. Ist der Bericht echt?
Viele Labore lassen sich ihre Berichte bestätigen. Janoshik zum Beispiel druckt eine Auftragsnummer und einen Prüfschlüssel auf jeden Bericht. Mit beiden kannst du auf janoshik.com/verification nachsehen, ob es den Bericht dort wirklich gibt.
Gibt es keinen solchen Code, frag den Shop nach dem Original-PDF oder schreib dem Labor direkt. Ein seriöser Shop hat damit kein Problem.
4. Die Zahlen lesen
Reinheit (HPLC) zeigt, wie viel der Probe der gesuchte Stoff ist. Werte ab 98 bis 99 % sind üblich.
Gehalt zeigt, wie viel Milligramm wirklich im Vial sind. Steht 10 mg drauf und das Labor misst 9,6 mg, sind das 4 % weniger. Das ist in Ordnung. Bei 7 mg fehlen 30 %.
Identität (Massenspektrometrie) zeigt, ob überhaupt der richtige Stoff drin ist. Eine Probe kann 99 % rein sein und trotzdem nur 6 mg enthalten. Deshalb braucht es beide Werte.
5. Warnzeichen
Keine Chargennummer. Derselbe Bericht für alle Größen. Nur ein unscharfes Foto statt PDF. Zahlen wie 100,00 %. Ein Laborname, den es im Netz nicht gibt. Schriften, die mitten im Dokument wechseln. Je mehr davon zusammenkommt, desto weniger würden wir dem Bericht glauben.
Was ein COA nicht zeigt
Ein Standardbericht sagt nichts über Sterilität, Endotoxine oder Schwermetalle. Dafür gibt es eigene Tests. Und er gilt nur für die Probe, die gemessen wurde. Ein guter Bericht ist ein gutes Zeichen. Eine Garantie ist er nicht.